Gelenkformen2018-04-26T13:11:45+00:00

Die Gelenkformen

Zwar gleichen sich die Gelenke in ihrem Aufbau beziehungsweise ihrer Struktur, aufgrund ihrer Form und der jeweils möglichen Bewegungsachsen werden aber verschiedene Gelenkformen voneinander unterschieden.

Zu den Hauptformen unserer Gelenke zählen:

5 Gelenkformen:

Gelenkformen

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1. Das Kugelgelenk

Beim Kugelgelenk trifft die Gelenkpfanne auf einen Gelenkkopf, der
in etwa die Form einer Kugel besitzt – daher der Name Kugelgelenk. Die Kugelform des Gelenkkopfs erlaubt eine Bewegung in alle Richtungen:

  • Beugung (Flexion) und Streckung (Extension)
  • Wegführung (Abduktion) und Heranführung (Adduktion)
  • Innen- und Außenrotation

Ein wichtiges Kugelgelenk des menschlichen Körpers ist beispielsweise das Schultergelenk.

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Eine Sonderform des Kugelgelenks bildet das Nussgelenk. Hier werden Anteile des Gelenkkopfes von der Gelenkpfanne umschlossen, wodurch sich der Bewegungsspielraum verringert. Das Hüftgelenk beispielsweise ist ein Nussgelenk.

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Oberschenkelhalskopf:

Oberschenkelhalskopf = Nussgelenk

Oberschenkelhalskopf = Nussgelenk

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2. Das Eigelenk

Das Eigelenk hat die Form einer Ellipse. Es wird durch eine konvexe (nach außen gewölbte) und eine konkave (nach innen gewölbte) Gelenkfläche geformt. Eigelenke verfügen über zwei Bewegungsachsen, was vier Bewegungen ermöglicht:

  • Seitwärtsbewegung von links nach rechts
  • Beugung und Streckung

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Das Handgelenk zählt zu den Eigelenken.
Gelenkformen_Eigelenk

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Handgelenk:

Handgelenk = Eigelenk

Handgelenk = Eigelenk

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3. Das Sattelgelenk

Sattelgelenke wie das Daumenwurzelgelenk sind dadurch charakterisiert, dass die Knochenenden, die das Gelenk formen konkav, also nach innen gewölbt, sind. Sie erinnern durch diese Form an einen Sattel. Das Sattelgelenk verfügt über zwei Bewegungsachsen, wodurch das Ausführen von Bewegungen in vier Richtungen möglich wird:

  • Bewegung nach rechts und links
  • Bewegung nach vorne und hinten

Ein Beispiel ist das Daumensattelgelenk.
Gelenkformen_Sattelgelenk

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Daumen-Sattel-Gelenk:

Daumen-Sattel-Gelenk

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4. Das Scharniergelenk

Die Form des Scharniergelenks (eine rinnenförmige Gelenkpfanne trifft auf einen walzenförmigen Gelenkkopf) ermöglicht lediglich eine Bewegungsachse mit zwei Bewegungsrichtungen: Beugung und Streckung. Beispiele für Scharniergelenke im Körper sind das Ellenbogengelenk, das obere Sprunggelenk und die Mittelglieder der Finger.

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Zur besseren Veranschaulichung denke man an eine Tür, die sich öffnen und schließen lässt und eben auch an Scharnieren befestigt ist.

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Ellenbogen:

Ellenbogen = Scharniergelenk

Ellenbogen = Scharniergelenk

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5. Drehgelenke: Radgelenk & Zapfengelenk

Beim Drehgelenk ist ein Knochenende geformt wie ein Zapfen. Das andere Knochenende, die Gelenkpfanne, ist rillenförmig. Je nach möglicher Bewegungsrichtung unterscheidet man Rad- und Zapfengelenk. Das Drehgelenk besitzt eine Bewegungsachse und ist in der Lage, Rotationsbewegungen auszuführen.

Beispiele:

  • Das Ellen-Speichen-Gelenk wird auch als Radgelenk bezeichnet und zählt zu den Drehgelenken.
  • Das Kniegelenk ist ein Drehscharniergelenk (Radwinkelgelenk).
  • Auch beim Drehen des Kopfes ist ein Drehgelenk gefragt, das sogenannte „Nein-Sager“ Gelenk. Es liegt zwischen dem 1. und 2. Wirbelknochen (Atlas und Axis).

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Ellenbogen-Speichen-Gelenk

Ellen-Speichenglenk

Ellen-Speichenglenk = Drehgelenk (Radgelenk)

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Ein perfekt funktionierendes Drehgelenk können Sie hier live ansehen:

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